|
|
Etabliertes Mitglied
Registriert am: 28.09.2005
Beiträge: 547
|
Gewöhnt Euch dran: Zwangsarbeit ist rechtens.
Scheiß doch auf Grundgesetz und Menschenrechte! Wenn ein toitscher Richter spricht, sind solche unbedeutenden Papiere nebensächlich.
http://www.jungewelt.de/2007/03-03/048.php :
Zitat:
|
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat entschieden, daß »in der Beschäftigung von Zwangsarbeitern sowie von Kriegs- und Strafgefangenen während des Zweiten Weltkrieges bei anständiger Behandlung noch kein Verstoß gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit vorliegt und daß darin auch kein schwerwiegender Mißbrauch der Stellung oder ein erhebliches Vorschubleisten zugunsten des nationalsozialistischen Systems zu sehen ist.« (Az: 3 C 38.05)
|
Was geht uns das, außer der unglaublichen Verharmlosung faschistischer Verbrechen, heute an? Ganz einfach: Zwangsarbeit wurde für rechtsstaatlich erklärt. Wenn ein politischer Lakai des Kapitals faschistische Gesetze erläßt, sind die in der Rechtsauffassung des asozialen aggressiven menschenfeindlichen Staates BRD rechtsstaatlich. Vielleicht wird nun bald auch dem Letzten klar, wo der Zug hinrollt.
Heil Zukunft!
__________________
Friede sei mit Euch
Torsten
Wer freiwillig kriecht, spürt nicht den Druck, der ihn am Aufrechtgehen hindert.
|

03.03.2007, 17:32
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
AW: Gewöhnt Euch dran: Zwangsarbeit ist rechtens.
"Zwangsarbeit" unter "angemessener" Behandlung ist "kein Verstoß gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit".
Fragen von einem Australier deutscher Herkunft, Martin Mitchell ("Ehemaliges Heimkind in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren - Jahrgang 1946):
Wie, u.a., im Tagesspiegel berichtet, wie stellt sich Eurer Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Gos, MdB, CDU / CSU, mit dem von ihm am 24.02.2007 erwähnten “Arbeitsdienst” denn das nun eigentlich vor?
Genau an welchen Standorten sollen die zum “Arbeitsdienst” verpflichteten Personen und Randgruppen in der Bundesrepublik eingesetzt werden?
Überall und bei jeder Drecksarbeit, die niemand anders verrichten will und mit elektronischer Fußfessel angekettet und mit Wachmannschaften überwacht?
Vielleicht wieder im Bremischen-Teufelsmoor?
Vielleicht wieder im Freistätter Wietingsmoor?
Vielleicht wieder beim Torfabbau in Rickling-Kuhlen?
Vielleicht wieder in Breitenau?
Vielleicht wieder in Moringen?
Vielleicht wieder im Kasseller Steinbruch?
Vielleicht wieder in einer Grosswäscherei der Barmherzigen Schwestern oder der Diakonissen?
Vielleicht wieder in den Haushalten der Partei-Bosse oder Kirchenoberhäupte?
Denn ist es nicht so in der Bundesrepublik Deutschland (mindestens seit dem 28.02.2007), dass ”Zwangsarbeit” rechtens ist, solange die “Zwangsarbeiter” “anständig” bzw. “angemessen” “behandelt werden”?
Nur, wer wird bestimmen was “anständig” oder “angemessen” ist?
Der Bundesminister für Arbeitsdienst, Michael Gos, MdB, CDU / CDU (Cristlich Demokratische Union / Christliche Soziale Union)?
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, CDU (Christlich Demokratische Union)?
Wenn ihr wissen wollt, was Euch – Minderjährigen ebenso wie Euch Erwachsenen – anscheinend wieder bevorsteht in Deutschland, gebt mal by GOOGLE.DE unter “Bilder” den Suchbegriff “Heimkinder-Ueberlebende” ein; dann werdet ihr sogleich die einzigen Bilder im Internet finden, die als Beweismaterial dafür dienen, dass wir schon einmal – jahrzehntelang – systematischen Arbeitszwang für eine große Anzahl der Bevölkerung – alles Minderjährige (im Alter von 14 bis 21 Jahren) – in der Bundesrepublik Deutschland hatten – in den 50er, 60er und 70er Jahren.
Und auch ich war einer dieser “Zwangsarbeiter” in der Bundesrepublik Deutschland (sogar abgebildet in einigen dieser Bilder, als “Zwangsarbeiter” im Moor für die Kirche), bevor es mir gelang in 1964 mit 17 Jahren nach Australien zu entfliehen.
Oder stöbert doch einfach auch mal selbst auf meiner Webseite herum: www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org
|

10.03.2007, 02:13
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
AW: Gewöhnt Euch dran: Zwangsarbeit ist rechtens.
Werdet Ihr – die Bürger und Wahlberechtigten in Deutschland – all dies einfach so hinnehmen und Euch gefallen lassen?
Absolutes Verbot aller Formen von ZWANGSARBEIT (Pflichtarbeit) !, oder nicht ? War "Zwangsarbeit" / "Pflichtarbeit" / "Arbeitstherapie" / "Arbeitserziehung" / "Arbeitervermietung" / "unentlohnte erzwungene Arbeit" damals legal in der Bundesrepublik Deutschland, oder nicht? War so etwas legal in den 1950er, 1960er, 1970er und 1980er Jahren? Ist es heute legal in der Bundesrepublik Deutschland? Sind nicht die Nutzung und Nutznießung von ZWANGSARBEIT völkerrechtliche Verbrechen und stellen diese nicht schwere Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der menschlichen Freiheit dar?
Absolutes Verbot aller Formen von ZWANGSARBEIT (Pflichtarbeit) !, oder nicht ?
Eine Frage, die doch bestimmt auch wichtig ist für alle heutigen "Pflichtarbeiter" in Deutschland (und relevant auch betreffend anderer Dinge, die vielleicht bald auch wieder eingeführt werden könnten in der BRD), meint Ihr nicht?
Ist meine Auslegung des völkerrechtlichen IAL-Übereinkommens C029 richtig, oder nicht ?
Absolutes Verbot aller Formen von ZWANGSARBEIT (Pflichtarbeit) !
Von Deutschland am 13.06.1956 ratifiziertes Völkerrechtliches IAO Übereinkommen
Absolutes Verbot aller Formen von ZWANGSARBEIT (mit einer genauen Definition all dieser)
IAO Übereinkommen http://www.ilo.org/ilolex/german/docs/convdisp1.htm
Übereinkommen 29 – Übereinkommen über Zwangs- oder Pflichtarbeit, 1930
Artikel 2
1. Als "Zwangs- oder Pflichtarbeit" im Sinne dieses Übereinkommens gilt jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat.
2. Als Zwangs- oder Pflichtarbeit im Sinne dieses Übereinkommens gelten jedoch nicht
[ … ]
(c) jede Arbeit oder Dienstleistung, die von einer person auf Grund einer gerichtlichen Verurteilung verlangt wird, jedoch unter der Bedingung daß diese Arbeit oder Dienstleistung unter Überwachung und Aufsicht der öffentlichen Behörden ausgeführt wird und daß der Verurteilte nicht an Einzelpersonen oder private Gesellschaften und Vereinigungen verdingt oder ihnen sonst zur Verfügung gestellt wird;
Relevante Auszüge aus [ der offiziellen Interpretation des völkererechtlichen IAO Übereinkommen C029 in Deutsch ( international law: ILO Convention C029 in Enlish ) ]
http://www.ilo.org/public/german/st...pdf/rep-i-b.pdf
Bericht des Generaldirektors
Eine globale Allianz gegen ZWANGSARBEIT
Gesamtbericht im Rahmen der Folgemaßnahmen zur Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit
INTERNATIONALE ARBEITSKONFERENZ - 93. TAGUNG 2005
Bericht I (B) (Rev.)
INTERNATIONALES ARBEITSAMT – GENF
@ S. 5 ff
TEIL I
Verständnis und Messung der ZWANGSARBEIT in der heutigen Zeit
1.ZWANGSARBEIT: Definitionen und Konzepte
[ ………. ]
Bestimmung der Merkmale von ZWANGSARBEIT
12. […] Die andere grundlegende IAO-Urkunde, das Übereinkommen (Nr. 105) über die Abschaffung der Zwangsarbeit, 1957, bestimmt, daß ZWANGSARBEIT niemals für Zwecke der wirtschaftlichen Entwicklung oder als Mittel politischer Erziehung, als Maßnahme der Diskriminirung, als Maßnahme der Arbeitsdisziplin oder als Strafe für die Teilnahme an Streiks eingesetzt werden darf (Article 1). […]
13. […] ZWANGSARBEIT stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung und Einschränkung der menschlichen Freiheit dar, wie sie in den einschlägigen IAO-Übereinkommen und in anderen internationalen Instrumenten über Sklaverei, sklavereiähnliche Praktiken, Schuldknechtschaft oder Leibeigenschaft definiert wird.
14. Die IAO-Definition der ZWANGSARBEIT umfaßt zwei grundlegende Elemente: Die Arbeit oder Dienstleistung wird unter Androhung einer Strafe verlangt und sie wird unfreiwillig verrichtet. […] Bei der [angedrohten] Strafe braucht es sich nicht um strafrechtliche Maßnahmen zu handeln, sondern sie kann auch die Form eines Verlustes von Rechten und Privilegien annehmen. […]
[ ………. ]
16. […] Eine ZWANGSARBEITSSITUATION wird jedoch durch die Art der Beziehung zwischen einer Person und einem "Arbeitgeber" und nicht durch die Art der verrichteten Tätigkeit bestimmt, wie schwer oder gefährlich die Arbeitsbedingungen auch immer sein mögen. Auch ist die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit der Tätigkeit gemäß der innerstaatlichem Gesetzgebung [ oder ein privates Arrangement oder eine Dispensation die Unrechtmäßigkeit zu dulden] nicht maßgeblich für die Bestimmung, ob es sich um ERZWUNGENE ARBEIT handelt oder nicht. […] Auch braucht eine Tätigkeit nicht offiziell als "Wirtschaftstätigkeit" anerkannt zu werden, um unter den Begriff "ZWANGSARBEIT" fallen zu können. So wird ein kindlicher oder erwachsener Bettler [Knecht, Diener oder Putzer], der unter Zwang tätig ist, als ZWANGSARBEITER angesehen.
[ ………. ]
Ein universelles Konzept mit innerstaatlichen Abweichungen
29. Ein wesentliches Prinzip, daß Maßnahmen gegen ZWANGSARBEITzugrunde liegt, besteht darin, daß diese Praxis als ein schweres Verbrechen behandelt werden muß. Wie in dem ersten einschlägigen Übereinkommen der IAO klar festgestellt wird, ist die illegale Auferlegung von ZWANGSARBEIT unter Strafe zu stellen, und die Mitglieder, die das Übereinkommen ratifizieren, sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die ergriffenen Strafmaßnahmen wirksam sind und streng vollzogen werden (Artikel 25). […]
30. […] In allen Gesellschaften besteht ein Risiko flagranter Formen von ZWANGSARBEIT, bei denen sowohl die einzelnen Opfer als auch die einzelnen Täter ermittelt werden können. In solchen Fällen müssen die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes als Verbrecher bestraft werden. Die Opfer von ZWANGSARBEIT müssen durch Rechtsvorschriften, Maßnahmen und Programme unterstützt werden, und sie müssen in den Genuß von geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen kommen und Arbeit mit angemessener Entlohnung erhalten.
[ ………. ]
Und um noch einmal besonders hervor zu heben
@ S. 6 – Box 1.1
Ermittlung von ZWANGSARBEIT in der Praxis
Fehlende Einwilligung in die ( Unfreiwilligkeit der) Arbeit ( der "Weg" in die ZWANGSARBEIT)
* "Sklaven"- oder Schuldknechtschaftsstatus aufgrund von Geburt/Abstammung
* Verschleppung oder Entführung
* Inhaftierung am Arbeitsort – in Gefängnis oder in privater Haft
* Psychologischer Zwang, d.h. ein Arbeitsbefehl, verstärkt durch eine glaubwürdige Androhung einer Strafe bei Nichtbefolgung des Befehls
* Herbeigeführte Verschuldung (durch Buchfälschung, überzogene Preise, Wertminderung der erzeugten Güter oder Dienstleistungen, Wucherzinsen usw
* Täuschung oder falsche Versprechungen hinsichtlich der Art und Bedingungen der ARBEIT
* Einbehaltung und Nichtzahlung von Löhnen
* Einbehaltung von Ausweisen oder anderen wertvollen persönlichen Sachen
Androhung einer Strafe (das Mittel), um jemanden in ZWANGSARBEIT zu halten
Tatsächliche oder glaubwürdige Androhung von:
* Körperliche Gewalt gegen den ARBEITNEHMER oder Familienangehörige oder enge Mitarbeiter
* Sexuelle Gewalt
* Übernatürlichen Vergeltungsmaßnahmen
* Freiheitsentzug oder sonstiger Inhaftierung
* Finanziellen Strafen
* Denunzierung bei den Behörden (Polizei, Einwanderungsbehörden usw) und Abschiebung
* Entlassung aus der derzeitigen Beschäftigung
* Ausschluss von künftiger Beschäftigung
* Ausschluss aus dem gemeinschaftlichen und sozialen Leben
* Entzug von Rechten oder Privilegen
* Entzug von Nahrung, Unterkunft oder sonstigen Notwendigkeiten
* Versetzung an einen Arbeitsplatz mit noch schlechteren Arbeitsbedingungen
* Verlust des sozialen Status
Nach diesen von Deutschland (am 13.06.1956) ratifizierten Kriterien dieses völkerrechtlichen Übereinkommens (IAO-Übereinkommen C029), was die damalige Situation institutionalisierter "Ehemaliger Heimkinder" "in ‘Arbeitstherapie’" betrifft, sind die Kirchen, ist der Staat, und ist das Kapital "schuldig", "schuldig", "schuldig", wie angeklagt, ohne jeden Zweife !
Zusammengestellt und zur Verfügung gestellt von Martin Mitchell in Australien (Karfreitag – 7. April 2007)
Einzig verantwortliche Person für diese Veröffentlichung: Martin Mitchell in Australien: © 2007.
Darf weiterveröffentlicht und weiterverbreitet werden, mit Deiner eigenen Einleitung (wenn Du möchtest) und mit Quellenangabe und Urheberrechtserwähnung !
Martin Mitchell
Betreiber seit dem 17. Juni 2003 der Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org sowohl wie Betreiber von "Ehemalige Heimkinder" Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com .
Ehemaliges Heimkind (Jahrgang 1946)
____________________________________
Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes!
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit!
The price of freedom is eternal vigilance!
ALSO, LASST EUCH NICHTS VORMACHEN !
|

19.04.2007, 12:08
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
Zwangsarbeit fur ehemalige Heimkinder war NIE RECHTENS! - Aber jetzt tut sich was.
Es muss in Deutschland endlich ein Rechtsbewusstsein für die Rechte der Kinder entstehen, in dem unmissverständlich deutlich gemacht wird, dass die Menschenrechte uneingeschränkt für alle Menschen, also auch für Kinder gelten!
Es muss in Deutschland endlich ein Unrechtsbewusstsein dafür entstehen, dass die Verletzung der Menschenrechte ein Verbrechen, die Verletzung der Menschenrechte von Kindern ein Verbrechen an der Menschheit ist!
Eine ausführliche Erläuterung der Umstände, unter welchen betroffene ehemalige Heimkinder [der alten Bundesländer] leben mussten, finden Sie unter "THEMA".[ @ http://www.vehev.org/Thema.html ].
QUELLE: Die Vereinswebseite des Verein ehemaliger Heimkinder e. V. @ http://www.vehev.org/index.html .[/quote]
Und hier jetzt die neusten Nachrichten betreffend der Heimkinder-Sache.
An alle Freunde, Mitstreiter, Unterstützer und Interessierte.
DIE GRÜNEN geben bekannt:
25.04.2007
Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder
ECKPUNKTPAPIER "Gerechtigkeit für Heimkinder"
>>>In Heimen der 50er und 60er Jahre herrschten teilweise katastrophale Zustände. Besonders in den sogenannten Fürsorgeheimen hat es systematische Misshandlungen von Kindern und Jugendliche gegeben. Heimzöglinge wurden teilweise zu schweren Arbeiten herangezogen und der Zugang zu Bildung wurde ihnen verwehrt. Josef Winkler hat sich als Berichterstatter im Petitionsausschuss für diese Menschen stark gemacht und für die Grüne Fraktion federführend das ECKPUNKTPAPIER "Gerechtigkeit für Heimkinder" erarbeitet...<<<
Siehe den Volltext der PRESSEMITTEILUNG @ http://www.josef-winkler.de/index.h...Hash=ceef67954a und das angeschlossene ECKPUNKTPAPIER @ http://www.gruene-bundestag.de/cms/.../180/180420.pdf
Um den Beschluss und die PRESSEMITTEILUNG der GRÜNEN genau zu verstehen, muss man aber auch unbedingt das ECKPUNKTPAPIER "Gerechtigkeit für Heimkinder", wiedergegeben @ http://www.gruene-bundestag.de/cms/.../180/180420.pdf genau studieren.
DIE GRÜNEN, in ihrem ECKPUNKTPAPIER weisen auch ganz speziell darauf hin:
>>>Auch die Heimerziehung in der DDR war vielfach bestimmt von Verletzungen der Menschenwürde. Die Betroffenen haben sich hier allerdings noch nicht in der Weise zu Wort gemeldet, wie ehemalige Heimkinder aus der alten Bundesrepublik, die sich mit einer Petition an den Deutschen Bundestag gewandt haben. Es bedarf einer sorgfältigen Aufklärung darüber, in wie vielen Fällen die Einweisung und die Behandlung der Kinder und Jugendlichen Teil der politischen Verfolgung gerade der Eltern war. Hier wären dann auch Ansprüche nach dem Strafrechtlichen- Verwaltungsrechtlichen- oder Beruflichen Rehabilitierungsgesetz zu prüfen Es wird in jedem Fall eine ebenfalls wichtige Aufgabe der von uns angestrebten Bundesstiftung sein, zuverlässige Informationen über das Heimwesen der DDR zu sammeln, mit den Betroffenen zu sprechen und auch sie in den Kreis derer aufzunehmen, die Leistungen als Ausgleich für erlittenes Unrecht erhalten. Kinder und Jugendliche aus der DDR dürfen nicht schlechter gestellt werden, als Kinder und Jugendliche aus der Bundesrepublik.<<<
Und, um noch einmal ganz besonders hervorzuheben, DIE GRÜNEN empfehlen, m. E., den Representanten der Opfer der Heime und (Um)Erziehungseinrichtungen der ehemaligen DDR ebenfalls eine Petition beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags einzureichen, genau so wie es die Representanten der "ehemaligen Heimkinder aus der alten Bundesrepublik" getan haben:
>>>Die Betroffenen [der DDR Heime] haben sich hier allerdings noch nicht in der Weise zu Wort gemeldet, wie ehemalige Heimkinder aus der alten Bundesrepublik, die sich mit einer Petition an den Deutschen Bundestag gewandt haben.<<<
Wenn die Betroffenen der Heime der ehemaligen DDR – als Opfergruppe (was auch Betroffene aus damaligen Behinderten-Einrichtungen der ehemaligen DDR nicht ausschließt!) – jedoch keine finanzielle Entschädigung für die IHNEN widerfahrenen Misshandlungen verlangen, bzw. haben möchten ( wie einzelne von ihnen anscheinend aussagen (?)), müssen sie dies in IHRER Petition durch IHRE Representanten genau klar machen.
Mit freundlichen Grüßen aus dem heißen (immer heisser werdenden), wasserarmen Australien.
Martin Mitchell
( "Ehemaliges Heimkind" deutscher Herkunft “aus der alten Bundesrepublik” - Jahrgang 1946 )
Betreiber der Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org sowohl wie dem “Ehemalige Heimkinder” Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com .
____________________________________
Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes!
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit!
The price of freedom is eternal vigilance!
|

13.05.2007, 09:19
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
"Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder!" / "Zwangsarbeiter!"
Die GRÜNEN (als eine Parteieinheit auf Bundesebene) und die FDP (als eine Parteieinheit auf Bundesebene) haben den ehemaligen Heimkindern jetzt ihr Verständnis und ihre Sympathie mitgeteilt und ihre zukünftige Unterstützung zugesagt:
Frage zum Thema: Inneres und Justiz @
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_...5-2.html#fragen
01.06.2007 - Frage von Martin Mitchell
Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder. -
Position der FDP?
Sehr geehrter Herr Westerwelle.
Welche Stellung bezieht die FDP zu der "Problematik" der damaligen Misshandlung und Ausbeutung EHEMALIGER HEIMKINDER in kirchlichen sowohl wie staatlichen Heimen und Anstalten im "Wirtschaftwunder Westdeutschland"?
Vertritt die FDP die gleiche oder eine unterschiedliche Meinung,
diesbetreffend, wie die GRÜNEN in ihrer Presseerklärung vom 25.04.2007 und dem dieser Presseerklärung ( aufrufbar @
www.josef-winkler.de ) angeschlossenen ECKPUNKTPAPIER vom 24.04.2007 ( aufrufbar @ www.gruene-bundestag.de )?
Mit vorzüglicher Hochachtung !
Martin Mitchell
Frage zum Thema: Inneres und Justiz @
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_...5-2.html#fragen
10.07.2007 - Antwort von Dr. Guido Westerwelle
Re: Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder. -
Position der FDP?
Sehr geehrter Herr Mitchell,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 4. Juni 2007 und für Ihr Interesse an der Programmatik der FDP.
Wir Liberale nehmen das Thema der Heimunterbringung und Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen in den 50er und 60er Jahren und teilweise noch bis in die 70er Jahre hinein sehr ernst. Nach allem, was in diesem Zusammenhang bisher bekannt geworden ist, bedarf die Thematik dringend der weiteren historischen Aufarbeitung. Die Träger und ehemaligen Träger der Heime fordern wir auf, ihren Beitrag zur Aufklärung zu leisten, die Verantwortung für geschehenes Unrecht zu übernehmen und die Opfer von Entwürdigung und Misshandlung angemessen zu rehabilitieren. Über weitere Maßnahmen werden die Freien Demokraten dann auf der Grundlage neuer Erkenntnisse zu entscheiden haben.
Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Guido Westerwelle, MdB
Von den Koalitionspartnern, der CDU/ CSU (als Parteieinheit auf Bundesebene) und der SPD (als Parteineinheit auf Bundesebene) und auch von der LINKEN (als Parteineinheit auf Bundesebene) gibt es bis zum heutigen Tage keine Stellungnahme zu diesem Thema. Sobald jedoch, jeweilig, eine Stellungnahme dieser drei Bundesparteien eintrifft, werde ich Euch auch darüber Bescheid geben.
In der Zwischenzeit veröffentlicht old codger aus Australien: “Engagierter Bürger” und “Ehemaliges Heimkind” Martin Mitchell zwei Fotos der Zwangsarbeit im Moor, die er und zehntausend andere jugendliche Insassen im nachkriegszeitlichen westdeutschen "Wirtschaftswunder", im Sommer sowie auch im Winter in "Freistatt", unentlohnt haben verrichten müssen.
http://www.heimkinder-ueberlebende....ietingsmoor.jpg
http://www.heimkinder-ueberlebende....ietingsmoor.jpg
____________________________________
Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes!
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit!
The price of freedom is eternal vigilance!
|

21.07.2007, 08:48
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
Wichtige Mitteilung für ehemalige Heimkinder
[ Hamburg, Freitag den 7. September 2007 ]
Wichtige Mitteilung für ehemalige Heimkinder
[ Diese Mitteilung geht an alle, die bedingungslos an einer "Aufarbeitung des begangenen Unrechts" und an einer "Wiedergutmachung" mitwirken wollen. ]
Die Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans vertreten ehemalige Heimkinder
Im Auftrag ehemaliger Heimkinder verhandelt die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans [ Hamburg ] gemeinsam mit der Kanzlei Michael Witti [ München ] mit Staat und Kirchen, mit dem Ziel einer globalen Lösung für alle Betroffenen.
In einem ersten Schritt gilt es zunächst eine neutrale Plattform zu schaffen, auf welcher die von uns formulierten Ziele mit allen Beteiligten diskutiert werden können.
Heimgeschädigte die Ansprüche geltend machen wollen bitten wir die anschließende Bekanntgebung zu lesen und sich gegebenenfalls direkt bei den Anwälten Dr. Vehlow & Wilmans zu melden. [ Jeder wird gebeten sachlich zu bleiben und sich auf die angesprochenen Themen zu konzentrieren. ]
Kurzfassung der Zielsetzung durch die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans und der Kanzlei Michael Witti.
Unsere Ziele haben wir Staat und Kirchen in Themenkomplexen grob wie folgt formuliert:
Themenkomplex I: Historische Aufarbeitung
Unserer Mandantschaft fordert eine offenen Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse. Diese Aufarbeitung sollte zum einen die generellen gesamt-gesellschaftlichen und historischen Fragestellungen, insbesondere auch nach den Ursachen für das geschehene Unrecht erfassen.
Idealerweise sollte das Ergebnis der Aufarbeitung in einer gemeinsamen öffentlichen Präsentation dargestellt werden. Dies ist für das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Akzeptanz ehemaliger Heimkinder von entscheidender Bedeutung.
Neben der generellen Aufklärungsarbeit ist es erforderlich, den Betroffenen auch individuell vor Ort bei der Aufklärung ihrer Biografie jede denkbare Unterstützung zukommen zu lassen. Hier ist insbesondere ein weitestgehendes Akteneinsichtsrecht erforderlich, welches beinhaltet, dass einschlägige Akten auch nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen nicht vernichtet werden.
Themenkomplex II: Entschädigung
Für unsere Mandantschaft steht es außer Frage, dass sowohl die meist unberechtigte Heimeinweisung als auch der Umgang der Heime mit den Kindern eine Entschädigungslösung erfordern, die unabhängig von der individuellen, zivilrechtlichen Durchsetzbarkeit ist.
Aufgrund der Vielzahl von Anspruchsgegnern bietet sich eine Fonds- oder Stiftungslösung an, die es der Anspruchgegnerseite überlässt, im Innenverhältnis Beteiligungsquoten zu verhandeln, und die andererseits im Verhältnis zu den Betroffenen eine Gleichbehandlung gleich gelagerter Schicksale durch festzulegende einheitliche Kriterien sicherstellt. Neben den christlichen Kirchen und Heimträgern, sehen wir Bund und Länder in der Hauptverantwortung. Aus unserer Sicht wird sich im Rahmen der Aufarbeitung zeigen, dass weitere Anspruchsgegner einzubeziehen sind. Hier denken wir zunächst an diejenigen Unternehmen und Kommunen, die von den Heimkindern als billige Arbeitskräfte unmittelbar oder mittelbar profitiert haben.
Beweisrechtlich weisen wir bereits jetzt daraufhin, dass aufgrund der ausgedünnten Aktenlage keine höhere Anforderungen als eine Glaubhaftmachung zumutbar ist. Zudem wird durch den Bundesgesetzgeber sicherzustellen sein, dass Entschädigungszahlungen keine Anrechnung auf Leistungen nach SGB II finden. [ "SGB" bedeutet "Sozialgesetzbuch" ]
Themenkomplex III: Soziale Belange
Neben der Entschädigungsfrage wird auch zu diskutieren sein, wie verschiedene soziale Folgen aufgefangen werden können. Insoweit möchten wir ausdrücklich das Thema der rentenversicherungsrechtlichen Berücksichtigung von Arbeitszeiten im Heim ansprechen. Ein weiteres soziales Problem ist die Traumatisierung vieler Betroffener, zu deren Überwindung häufig professionelle Hilfe erforderlich ist. Der Zugang zu professioneller Hilfe ist einer Vielzahl von Betroffenen aufgrund der diesbezüglich engen Leistungs-Tatbestände der gesetzlichen Krankenversicherungen, und mangelnder eigener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verschlossen. Insoweit regen wir die Errichtung von Anlaufstellen an, die den Betroffenen kostenlos die erforderliche Hilfe gewähren. Auch diesbezüglich ist die Einbeziehung des Bundes natürlich unabdingbar.
Diese reduzierte Fassung enthält Kernsätze unserer Forderungen.
Die Anwälte führen jedoch keine Einzelklagen auf OEG [ d.h. nach dem Opferentschädigungsgesetz ], vor den Sozialgerichten wegen Renten oder Schadensersatzklagen vor den Landgerichten.
Ehemalige Heimkinder können sich mit einer Beschreibung ihrer Erlebnisse direkt bei den Anwälten melden !!!
Dr. Vehlow & Wilmans
Rechtsanwälte
Sierichstrasse 32
22301 Hamburg
Tel. + 49 (0) 40 65055178
Fax. +49 (0) 40 65055180
Email: vehlow.wilmans@web.de
[ Ansprechspartner: Gerrit Wilmans ]
[ Webseite: http://www.vehlow-wilmans.de/index.php?web=1 ]
[ Von den Anwälten unabhängige Veröffentlichung, bzw. Weiterveröffentlichung dieser Bekanntgebung in diesem Beitrag. ]
Beitrag getätigt von Martin Mitchell in Australien, Betreiber der unabhängigen Webseite HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG – ausschließlich eine nichtkommerzielle, ehrenamtlich von einem 61-jährigen (am 28.07.1946 in West-Berlin geborenen) "Ehemaligen Heimkind" betriebene Heimerziehungsforschung.s-, Geschichtsaufarbeitung.s-, Aufklärung.s- und Hilfeleistung.s- Webseite ist und wertvolle Öffentlichkeitsarbeit leistet – die über jede der folgenden Domain-Namen aufrufbar ist: www.heimkinder-ueberlebende.org / www.heimkinder-ueberlebende.info / www.care-leavers-survivors.org / www.care-leavers-survivors.info / www.care-leavers-survivors.net / www.diakoniefreistatt.de.vu / www.freistatt.de.vu / www.heimkinder.eu / www.heimkinder-community.eu / www.ex-heimkinder.eu ; und dazu gehören auch der "Ehemalige Heimkinder" Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com und der "Heimkinderopfer2 Blog" @ www.heimkinderopfer2.blogspot.com .
Geändert von Martin Mitchell (14.09.2007 um 06:40 Uhr).
|

10.09.2007, 08:28
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
"Gerechtigkeit fur ehemalige Heimkider" - Es tut sich was.
KURZNACHRICHTEN betreffend "Ehemalige Heimkinder der alten Bundesländer" in der Marquee (im Laufschritt) @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org
NEWS-FLASH re "former wards of the state institutionalised in church and state homes in the former West-Germany" in the marquee (running text) @ http://www.care-leavers-survivors.org
AUF BUNDESEBENE - Die SPD im Bundestag schlägt zur Experten-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages am 21.1.2008 folgende Personen vor:
(i) Jugendhilfe, Heimaufsicht: Prof. Dr. Christian Schrapper, Uni Koblenz, Prof. Dr. Manfred Kappeler;
(ii) Gerichtsentscheide, Sorgerecht: Dr. Thomas Meysen, Prof. Dr. Johannes Münder;
(iii) Rentenversicherung: Ein Vertreter des Bundesarbeitsministeriums, ein Vertreter der Deutschen Rentenversicherung.
AUF LANDESEBENE - Schleswig-Holstein - 19.01.2008: Betroffene der damaligen Fürsorgeerziehung treffen sich zum Gespräch mit Sozialministerin Gitta Trauernicht.
AUF LANDESEBENE - Nordrhein-Westfalen - Landschaftsverband Rheinland (Köln) will Fürsorgeerziehung-Geschichtsaufarbeitung - anhand existerendem Archivmaterial - vornehmen und veröffentlichen (die Frage ob auch ehemalige Zöglinge selbst jetzt Zugang zu ihren Akten bekommen werden, ist noch nicht beantwortet worden).
Mit freundlichen Grüßen aus Down Under
Martin Mitchell
( "Rechercheur", "Ehemaliges Heimkind", "Engagierter Bürger" )
Dieser Post hier wurde getätigt von Martin Mitchell in Australien ( Jugendamtsopfer - BRD-Heimerziehungsopfer - Ehemaliges Heimkind - westdeutscher Zwangsarbeiter / [I]forced labourer - Fürsorgehäftling - Jahrgang 1946 - entflohen / ausgewandert nach Australien in 1964 ), Betreiber der unabhängigen Webseite HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG – ausschließlich eine nichtkommerzielle, ehrenamtlich von einem 61-jährigen (am 28.07.1946 in West-Berlin geborenen) "Ehemaligen Heimkind" betriebene Heimerziehungsforschung.s-, Geschichtsaufarbeitung.s-, Aufklärung.s- und Hilfeleistung.s- Webseite ist und wertvolle Öffentlichkeitsarbeit leistet – die über jede der folgenden Domain-Namen aufrufbar ist: www.heimkinder-ueberlebende.org / www.heimkinder-ueberlebende.info / www.care-leavers-survivors.org / www.care-leavers-survivors.info / www.care-leavers-survivors.net / www.diakoniefreistatt.de.vu / www.freistatt.de.vu / www.heimkinder.eu / www.heimkinder-community.eu / www.ex-heimkinder.eu ; und dazu gehört auch der " Ehemalige Heimkinder" Blog @ www.heimkinderopfer.blogspot.com und der " Heimkinderopfer2 Blog" @ www.heimkinderopfer2.blogspot.com .
__________________________________________________
Die Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind etwas sehr schönes!
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit! Sie bedarf ständiger Wachsamkeit!
The price of freedom is eternal vigilance!
|

17.01.2008, 10:05
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
AW: Gewöhnt Euch dran: Zwangsarbeit ist rechtens.
Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?
Was war eigentlich die nachkriegsdeutsche postfaschistische Kategorisierung verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Bundesrepublik Deutschland ( vor der Wiedervereinigung Deutschlands ) ?
Der Hauptgrund warum „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ / „Fürsorgezöglinge“ / „Mädchen und Jungen, die in ‚Westdeutschland’ der ‚Freiwilligen Erziehungshilfe’ unterstanden“ für die schwere manuelle Arbeit, die sie überall in den alten Bundesländern ( im „Wirtschaftswunderland Westdeutschland“ ) verrichten mußten – unter schweren Strafen gezwungen wurden zu verrichten ! – nicht entlohnt wurden, war, daß sie wie „körperlich behinderte“ und „geistig behinderte“ Personen auch, von ihren „Erziehern“ und „Aufsehern“ ( von denen über die „Untermenschen“ „Verfügenden“ ) als „minderwertige“, „schwächere Bewohner“ / „Anstaltsbewohner“ / „Heimbewohner“ ‚angesehen’, ‚begutachtet’, ‚kategorisiert’ und ‚klassifiziert’ wurden – „diese ‚schwererziebaren’, ‚minderwertigen’, ,sündhaften’ Wesen, denen mit allen Mitteln Fleiß, Zucht und Ordnung beizubringen war“ – die man einer „ Sonderbehandlung“ unterziehen durfte und die man gemäß speziell für sie formulierten „ Sonderregelungen“ mit ein paar Pfennigen oder Groschen „Taschengeld“ / „Dollenmoos“ abfertigen durfte; da es ja sonst, wenn man ihnen gemäß den bestehenden Arbeitsmarktrichtlinien eine anständige Entlohnung hätte zahlen müssen, dies „tiefgreifende Einschnitte in die lukrativen Einnahmequellen der Unternehmen und Betriebe verursacht hätte“.
Die „Mächtigen“ und „Übermächtigen“ hatten es damals als „ Ausnahmezustand“ anhand „ innerstaaatlichen Sonderbestimmungen“ zu ihrem eigenen Vorteil einfach so bestimmt und eingerichtet, um die „Schwächeren“ ausnutzen und sich an ihnen bereichern zu können; und es wird in vielen Fällen auch heute noch in der Bundesrepublik Deutschland ( im jetzigen vereinigten Deutschland ) weiterhin so fortgesetzt.
In der Formuliering meinerseits dieser Schuldvorwürfe an Gesellschaft, Kirche, Staat und Kapital stütze ich mich, unter anderem, auf die folgenden Quellen:
1.) Zum Thema RECHT UND GERECHTIGKEIT, UND RECHTSSTAATLICHKEIT – 2008 Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler ( Erziehungswissenschaftler im Ruhestand ): »Überlegungen zum Umgang mit Vergangenheitsschuld in der Kinder- und Jugendhilfe« betreffend den „Ehemaligen Heimkindern der alten Bundesländer“. @ zum Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler
2.) Augenöffnende Textauszüge, unter anderem, von »Bethel und das Geld: die ökonomische Entwicklung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel; 1867-1998 / Bethel« herausgegeben Wolfram Korn - Bielefeld: Bethel-Verlag, 1998 - ISBN 3-922463-89-4 ( 146 Seiten ) mit Beiträgen von Bärbel Bitter, Karl-Heinz Hongsmeier, Rainer Norden und Walter Schroeder: »Bethel nach 1945 - Wiederaufbau und Fortsetzung der Arbeit im Geiste der Väter« @ »Bethel und das Geld« und weitere Text-Beweise
3.) Absolutes Verbot aller Formen von Zwangsarbeit (Pflichtarbeit) !, oder nicht ? War "Zwangsarbeit" / "Pflichtarbeit" / "Arbeitstherapie" / "Arbeitserziehung" / "Arbeitszucht" / "Arbeitszwang" / "Arbeiterverdingung" / "unentlohnte erzwungene Arbeit" damals legal in der Bundesrepublik Deutschland, oder nicht? War so etwas legal in den 1950er, 1960er, 1970er und 1980er Jahren? Ist es heute legal in der Bundesrepublik Deutschland? Sind nicht die Nutzung und Nutznießung von Zwangsarbeit völkerrechtliche Verbrechen und stellen diese nicht schwere Menschenrechtsverletzungen und Einschränkung der menschlichen Freiheit dar? @ Völkerrechtliches Übereinkommen: Absolutes Verbot aller Zwangsarbeit
4.) Angemerkt von Peter Braun, am 14.02.2006 – Unselige Anstaltstraditionen in Deutschland endlich beenden! @ Der Vorsitzende des „Allgemeiner Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e. V.“ meldet sich zu Wort
Martin Mitchell ( "Ehemaliges Heimkind" )
Betreiber seit dem 17. Juni 2003 der Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org
|

09.08.2008, 02:19
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
MISSHANDELTE HEIMKINDER - Wie lange müssen sie noch warten ??? - eine TV-Doku dazu
Re: Entschuldigung und Entschädigung für unentlohnte "Heimkinder-Zwangsarbeit", "institutionelle Kindesmisshandlung" und "institutionellem sexuellen Missbrauch" - und wer DAFÜR, OHNE WEITERE VERZÖGERUNG, volle Verantwortung übernehmen sollte.
... und wir verschaffen uns Gehör, und halten IHNEN immer wieder den Spiegel vor's Gesicht!!!
QUELLE: ZDF @ http://www.presseportal.de/pm/7840/1274961/zdf/rss
01.10.2008 | 16:42 Uhr
ZDF-Programmhinweis / Sonntag, 5. Oktober 2008, 18.00 Uhr, ML Mona Lisa
Mainz (ots) - Sonntag, 5. Oktober 2008, 18.00 Uhr ML Mona Lisa mit Marina Ruperti
» Gestohlene Jugend - Wie lange müssen ehemalige Heimkinder noch auf Entschädigung warten?«
Geraubtes Vertrauen - Wie finden Anleger den Weg aus der Finanzkrise?
Geliebtes Deutschland? - Wie Jugendliche ihre Heimat sehen
Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: 06131 / 70 – 2120
Telefon: 06131 / 70 - 2121
Und dann, wenn Ihr es alle gesehen habt - » Gestohlene Jugend - Wie lange müssen ehemalige Heimkinder noch auf Entschädigung warten?« - vielleicht könnt Ihr ja dann mal auch HIER im culturforen.de-Forum DARÜBER, und über all das was damit zusammenhängt diskutieren.
|

03.10.2008, 08:20
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
Alles über den Verein ehemaliger Heimkinder e.V. und die helfende Anwaltskanzlei
Auch dies sollte allen Hilfesuchenden von Nutzen sein:
Dieser Text wurde von " Ehemaliges Heimkind" Martin Mitchell persönlich verfasst und am 07.03.2008 erstmalig auf seiner Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org ( @ Resultat der Mitgliederversammlung des Verein ehemaliger Heimkinder e. V. vom 01.03.2008 ) veröffentlicht.
1.) Auf der Mitgliederversammlung am Samstag, 1. März 2008, in Bielefeld, wurde der Vorstand des " Verein ehemaliger Heimkinder e. V." teilweise neu gewählt.
Der Vorstand ist nunmehr wie folgt besetzt:
Erster Vorsitzender: Herr Wolfgang Rosenkötter
Zweite Vorsitzende: Frau Regina Eppert
Kassenwartin: Frau Monika Tschapek-Güntner
Die Vertretung nach außen erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinschaftlich.
Es sei zu bedenken, dass die Vorstandsmitglieder des Vereins [ ausschließlich ! ] ehrenamtlich tätig sind.
2.) Herr Michael-Peter Schiltsky war bis zum 14.12.2007 in seiner Funktion als Leiter der Anlaufstelle des Vereins Angestellter des Vereins. Dieses Arbeitsverhältnis ist seit dem 15.12.07 beendet. Darüber hinaus ist Herr Schiltsky ordentliches Vereinsmitglied. Herr Schiltsky war zu keinem Zeitpunkt Vorstandsmitglied und übt für den Verein keinerlei Funktion aus.
Als Leiter der Anlaufstelle des Vereins von Mitte März 2006 bis Mitte Dezember 2007 hat Herr Schiltsky unter anderem die damalige Homepage des Vereins www.vehev.org gepflegt. Diese Webseite - jetzt auch von Herrn Schiltsky auf " Heimseite" umbenannt - wurde am letzten Wochenende ( 01.03.2008 ) der Art geändert, daß sie ab sofort keine Inhalte enthält, die daraus schließen lassen würden [ bzw. die darauf schließen lassen sollten ! ], es handele sich um eine offizielle Seite des Vereins. Bei dieser Domain www.vehev.org , ebenso aufrufbar über die URL www.heimseite.eu , handelt es sich ausschließlich um eine private Homepage von Herrn Schiltsky.
3.) Die offizielle Homepage des " Verein ehemaliger Heimkinder e. V." ist seit Ende Dezember 2007 die Webseite www.veh-ev.org
4.) Der " Verein ehemaliger Heimkinder e. V." ist gemeinnützig und verfolgt keinerlei kommerzielle Zwecke.
5.) Kontakt-Details für den " Verein ehemaliger Heimkinder e. V." sind wie folgt:
Kontakt: Wolfgang Rosenkötter, Elsa-Brandström-Straße 21, 22043 Hamburg
Telelefon: 040 - 530 22 034 ( 04053022034 )
Fax: 040-530 22 047 ( 04053022047 )
E-Mail: info@veh-ev.org
6.) Die Rechtsanwälte Dr. Vehlow & Wilmans vertreten ehemalige Heimkinder. Mehr dazu hier @ Bekanntgebung der Rechtsanwälte selbst
|

08.10.2008, 05:23
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
Heimkinderopfer warten auf Entschädigung für ihr Martyrium !
Beitrag-Untertitel: MONA LISA Buch » Gestohlene Kindheit: Wie Fürsorgeheime Kinder zerstört haben«
Möchte allen die, die an einer Geschichtsaufarbeitung - der nachkriegsdeutschen ( westdeutschen ! ) Kirchengeschichte und Heimerziehungsgeschichte interessiert sind folgendes neues Buch empfehlen:
MONA LISA Buch » Gestohlene Kindheit: Wie Fürsorgeheime Kinder zerstört haben«
Im Namen des Staates und der Kirche kamen noch bis Ende der siebziger Jahre in Deutschland jährlich rund 150000 Kinder und Jugendliche in Fürsorgeheime, waren dort weggesperrt auf ungewisse Zeit, oft wegen Nichtigkeiten. Manche 10 Jahre und länger. Was ihnen von staatlichen Erziehern, Mönchen oder Ordensschwestern angetan wurde, ist bis heute ein Trauma. In Sträflingskleidern mussten sie oft bis zum Umfallen Zwangsarbeit leisten. Wer nicht parierte, wurde drakonisch bestraft: Prügel mit dem Stock, Isolation in Dunkelzellen, Essensentzug, stundenklanges Stehen. Es gab keinen Kontakt zur Außenwelt, keine Liebe, keinen Trost. Sie wurden gedemütigt, misshandelt und sexuell missbraucht, von denen, die ihnen helfen sollten. Immer wieder versuchten sie zu fliehen, vergeblich. Der einzige Ausweg: Selbstmord.
Die Autorinnen haben hier ein unfaßbares Dokument der jüngeren deutschen Geschichte vorgelegt. Unglaublich spannend, unsagbar traurig. Ein Buch, das jeder lesen muß, der mehr über Deutschland erfahren will.
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten, Mira, MVG Verlag
Artikel-Nr. 33131-1
QUELLE: http://shop.zdf.de/products/2076/re...3b1d1/397801520
Und hier ein weiterer Link zu der gesamten, diesbetreffenden, MONA LISA Story betitelt » Gequält im Namen des Herrn - Ehemalige Heimkinder warten auf Entschädigung« vom Sonntag, 5. Oktober 2005 link http://www.monalisa.zdf.de/ZDFde/in...7383931,00.html
|

08.10.2008, 05:27
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
AW: Gewöhnt Euch dran: Zwangsarbeit ist rechtens.
Brauchen wir DIESES "Forschungsprojekt" und wem soll es dienen und helfen?
KIRCHLICHE HEIMERZIEHUNG - Brauchen wir DIESES "Forschungsprojekt" und wem soll es dienen und helfen während der damals in der Heimerziehung erlittene und weiter anhaltende Traumatisierungen zu bewältigen?
»Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Damberg*** und Prof. Dr. Traugott Jähnichen^#^
„Erforschung der Kirchlichen Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik Deutschland (1949-1972)“ [ mit Untertitel ] „ Zwischen Skandalisierung und pädagogischer Reformdebatte - Zur Entwicklung der Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik“«
Ein diesbetreffendes, sechseitiges Dokument ist gemäß einer GOOGLE-Index-Angabe als PDF-Dokument hier zu finden
„ Erforschung der Kirchlichen Heimerziehung in der frühen ...
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - HTML-Version
„ Erforschung der Kirchlichen Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik Deutsch- . land (1949-1972)“ ... Dr. Wilhelm Damberg und Prof. Dr. Traugott Jähnichen ...
http://www.ruhr-uni-bochum.de/jaehn...imerziehung.pdf
Dazu stellen sich folgende Fragen:
Brauchen wir SOLCH EINE, möglicherweise, langwierige and teure "Studie" um herauszufinden ob EHEMALIGEN HEIMKINDERN in kirchlichen Einrichtungen "Unrecht" widerfahren ist, oder nicht, und ob und in wiefern Religion dabei eine Rolle gespielt hat, oder nicht?
Die Herren Professoren wollen herausfinden, ob gemäß der jeweilig damals bestehenden innerstaatlichen Gesetzgebung in den einzelnen Bundesländern und Verantwortungsbereichen Westdeutschlands, zwischen 1949 und 1972, EHEMALIGEN HEIMKINDERN in kirchlichen Einrichtungen wirklich "Unrecht" widerfahren ist, oder nicht?
Die Herren Professoren wollen herausfinden, genau in welchen kirchlichen Einrichtungen in Westdeutschland EHEMALIGEN HEIMKINDERN "Unrecht" widerfahren ist, und in welchen nicht?
Die Herren Professoren wollen herausfinden, genau wie vielen EHEMALIGEN HEIMKINDERN jedes Jahr, zwischen 1949 und 1972, in kirchlichen Einrichtungen in Westdeutschland "Unrecht" widerfahren ist, und wie vielen nicht?
Die Herren Professoren wollen herausfinden, falls es sich um EHEMALIGEN HEIMKINDERN in kirchlichen Einrichtungen, zwischen 1949 und 1972, widerfahrenes "Unrecht" gehandelt hat, ob dies einfach nur als "moralisches Fehlverhalten" oder als "gesetzliches Unrecht" anzusehen ist.
Wie viel Zeit soll EINE SOLCHE "Studie" in Anspruch nehmen, und wie lange soll sie dauern bis sie abgeschlossen ist?
Wenn wir EINE SOLCHE "Untersuchung" nun wirklich brauchen, warum wurde DIESE nicht schon vor fünf, zehn, zwanzig, dreißig oder fünfunddreißig Jahren angestrengt?
Was würde EINE SOLCHE "Untersuchung" kosten? Wer soll jetzt die Kosten DAFÜR tragen? Wer wird jetzt die "Forschungsgelder" DAFÜR zur Verfügung stellen, bzw. DAFÜR zur Verfügung stellen wollen? Die Kirche / die Kirchen, oder der Steuerzahler?
Falls EINE SOLCHES "Forschungsprojekt" zustande kommen sollte, dürften, zum Beispiel, solche Kritiker wie Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Manfred Kappeler, Historiker Ernst Klee, Theologe und Psychologe Dierk Schäfer ( ev. Akademie Bad Boll ), Dipl. Päd. Wolfram Schäfer ( Institut für Erziehungswissenschaften Philipps Universität, Marburg ) an DIESEN "Forschungen" teilnehmen und mitwirken, und ebenfalls "Forschungsgelder" DAFÜR in Anspruch nehmen?
All dies sind, meines Erachtens, berechtigte Fragen, die erst einmal eine Antwort brauchen. Meint Ihr nicht auch?
*** Prof. Dr. Wilhelm Damberg ( mit Schwerpunkt Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit ), Evangelisch-Theologische Fakultät an der Ruhr-Universität Bochum
^#^ Prof. Dr. Traugott Jähnichen, Evangelisch-Theologische Fakultät, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, an der Ruhr-Universität Bochum
|

21.10.2008, 06:54
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
Brauchen wir DIESES "Forschungsprojekt" und wem soll es dienen und helfen?
KIRCHLICHE HEIMERZIEHUNG - Brauchen wir DIESES "Forschungsprojekt" und wem soll es dienen und helfen während der damals in der Heimerziehung erlittene und weiter anhaltende Traumatisierungen zu bewältigen?
Diesbetreffend zitiere ich jetzt hier - mit Erlaubnis des Verfassers ! - meines Erachtens, ein außerordentlich analytisches und einfühlsames Schreiben ( vom 17.10.2008, 11:45 Uhr ) von dem evangelischen Theologen und Psychologen, Pfarrer Dierk Schäfer ( seit 1993 Studienleiter in der Evangelischen Akademie Bad Boll für den Arbeitsbereich Öffentlicher Dienst, seit Oktober 2004 Studienleiter im Arbeitsbereich Politik, Recht, Gemeinwohl ):
Sehr geehrter Herr Mitchell,
sie nennen meinen Namen in Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt über die Heim- und Fürsorgeerziehung in der frühen Bundesrepublik.
Das ist freundlich gedacht. Es handelt sich sicherlich um ein interessantes Projekt, sowohl in allgemein- und kirchenhistorischer, als auch in generell theologischer Hinsicht.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß die Heimkinder von damals Verständnis für ein solches Projekt von rein akademischem Interesse aufbringen können und frage zudem nach dem möglicherweise praktischen Nutzen.
Nehmen wir einmal an, das Projekt führt wissenschaftlich-historisch abgesichert zu dem Ergebnis, daß es Mißhandlungen gegeben hat, die auch zu damaliger Zeit strafbar waren, dann würden dank der zu vermutenden unvollständigen Aktenlage nur relativ wenige Einzelfälle abgesichert geklärt sein. Viele andere Fälle blieben ungeklärt/unbewiesen. Aber auch den Menschen aus den bewiesenen Fällen dürfte, soweit sie noch leben, das Ergebnis wenig nützen, weil die „Täter“ entweder nicht mehr leben, oder aber längst Verjährung eingetreten ist.
Sollte sich tatsächlich erweisen, daß die Mißhandlungen generell zur nicht beanstandeten Praxis mancher Heime gehört haben, wäre die Haftung der Heimträger und ihrer Auftraggeber zu prüfen. Doch auch da sehe ich zivilrechtliche Schwierigkeiten.
So stellt sich die Frage, wem, abgesehen vom unbestreitbaren historischen und theologischen Interesse, dieses Projekt tatsächlich nutzt. Ich sehe zweierlei Nutzen:
1. Die Zahl von Heimen, Heimträgern und aufsichtsführenden Jugendämtern, die dann überhaupt noch in irgendeine, und sei es nur moralische Verantwortung genommen werden können, dürfte sich auf diese Weise reduzieren lassen.
2. Forschungsprojekte brauchen ihre Zeit, das geht gar nicht anders. Wenn man erst aufgrund der Forschungsergebnisse Antworten auf die Wiedergutmachungsfrage sucht, wird auch dieses seine Zeit brauchen, denn niemand wird sich bei der Wiedergutmachungsaufgabe vordrängen. Das war auch bei der Zwangsarbeiterentschädigung so. Die Zeit hilft sparen, denn derweil „sterben die Leut.“
Ein möglicher Nutzen des Projekts kommt außer der Wissenschaft also nur den Beschuldigten zu. Sie werden gern das Projekt finanzieren helfen.
Doch unabhängig vom Forschungsprojekt: Wie steht es um die aktuelle Glaubwürdigkeitslage der „Kläger“?
- Wir haben eine Reihe von Lebenszeugnissen, die im Punkt der Mißhandlungsvorwürfe wesentliche Übereinstimmungen aufweisen.
- Die Vorwürfe werden innerhalb der individuellen Biographie mit Details zu den „Tatorten“ und „Tätern“ konkretisiert.
- Wir haben Zeugnisse von Begehungen der „Kläger“, die in ihren Heimen fallweise noch zeigen können, wo sie eingesperrt wurden.
- Wir haben auch die ersichtliche Emotion der „Kläger“, die – soweit ich sehe – nicht von Wut geprägt ist, sondern auf Retraumatisierung hindeutet, wenn sie über ihre Erfahrungen sprechen, zumal angesichts ihrer Erinnerungsorte.
All dies unterstreicht für den Psychologen die Glaubwürdigkeit der Zeugen.
Da es sich weithin um kirchliche Heime handelt, darf ich auf eine neutestamentliche, historisch nicht abgesicherte „Beweisführung“ verweisen.
Im Brief an die Hebräer (12,1) heißt es: „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, laßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt …“.
Auch in der Heimkinderfrage haben wir mittlerweile viele, also eine „Wolke von Zeugen“. Es ist erstaunlich und beschämend, wie sich die Mehrzahl der Rechtsnachfolger der damals Verantwortlichen angesichts dieser „Wolke von Zeugen“ um die Wiedergutmachung drücken.
Mit freundlichem Gruß
Dierk Schäfer
Evangelische Akademie
Akademieweg 11
73087 Bad Boll
Fon: (0 71 64) 79-209 (meist vormittags)
Fax: (0 71 64) 79 5 209
Mail: dierk.schaefer@ev-akademie-boll.de
Fon: privat: (0 71 64) 1 20 55 (meist nachmittags)
Internet: www.ev-akademie-boll.de
Newsletter: www.ev-akademie-boll.de/themenueberblick.html
Das Akademieprogramm zum Downloaden:
www.ev-akademie-boll.de/akademieprogramm.html
|

21.10.2008, 06:59
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
MISSHANDELTE HEIMKINDER - Deutsche Welle nimmt sich dem Thema an.
Die QUELLE dieser Bekantgebung ist DW-WORLD.DE - DEUTSCHE WELLE
[ anzunehmen in der Woche beginnend am Samstag, 25. Oktober 2008 ( kein anderes Datum als das heutige ist DORT angegeben woraus hervor geht wann dieser Text erstmalig DORT eingestellt wurde ) ]
DW-WORLD.DE - DEUTSCHE WELLE @ http://www.dw3d.de/dw/article/0,2144,3729072,00.html
» POLITIK DIREKT
Warten auf Hilfe - ehemalige Heimkinder fordern Wiedergutmachung
Die katholische Kirche will das Leid der ehemaligen Heimkinder noch nicht anerkennen.
Sie wurden misshandelt, gedemütigt, zu Arbeit verpflichtet. In den 50er- und 60er Jahren haben viele Kinder in Heimen, die meisten von der katholischen und der evangelischen Kirche betrieben, die Hölle erlebt. Jahrzehnte haben sie geschwiegen; nun gehen sie an die Öffentlichkeit, fordern eine Entschuldigung und finanzielle Wiedergutmachung für geleistete Arbeit. Die evangelische Kirche von Hannover hat nun ihre Schuld eingestanden. Aber die katholische Kirche und auch die Politik tun sich immer noch schwer. Zwei Jahre lang hat sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit der Frage der ehemaligen Heimkinder befasst. Ergebnis: Entscheidung vertagt, zunächst erhalten die Heimkinder keine Rente für geleistet Kinderarbeit. Wir zeigen Schicksale und die Debatte um Wiedergutmachung.«
Siehe, diesbetreffend, auch alle bisherige Hörer / Leser-Meinungen dazu auf DEUTSCHE WELLE @ http://www.dw-world.de/dw/0,2142,10239,00.html - und gib Deine eigene Meinung DORT dazu ab, oder auch ( oder sowohl wie auch ! ) HIER in diesen culturforen Diskussion- und Informationsplattform zu Gesllschaft, Kultur & Politik. Nicht nur Deutschland, aber die gesamte Weltbevölkerung ist eingeladen mitzumachen und sich an dieser Diskussion zu beteiligen !!!
Auf der Hörer / Leser-Meinungen Webseite der DEUTSCHE WELLE @ http://www.dw-world.de/dw/0,2142,10239,00.html heißt es einleitend dazu:
» Reden Sie mit im Forum. Jede Woche stellen wir in unserer Sendung eine Frage zu einem aktuellen Thema - und veröffentlichen Ihre Antworten.
Informationen zum Thema:
Warten auf Hilfe - ehemalige Heimkinder fordern Wiedergutmachung«
|

27.10.2008, 06:31
|
|
|
Neumitglied
Registriert am: 10.03.2007
Beiträge: 15
|
MISSHANDELTE HEIMKINDER - Deutsche Welle nimmt sich dem Thema an.
MISSHANDELTE HEIMKINDER - Deutsche Welle nimmt sich dem Thema an. Auch Du hättest eine Zuschauer / Hörer / Leser-Meinung dazu DORT zu diesem Thema abgeben können !
Ich selbst habe am Dienstag, 28.10.2008, in den frühen Morgenstunden MEZ ! ! folgenden Beitrag bei DW-WORLD.DE - DEUTSCHE WELLE getätigt
@ http://www.dw-world.de/dw/0,2142,10239,00.html
» Entschädigung für MISSHANDELTE HEIMKINDER
Die Verhältnisse und angewandte Methoden und die stattfindende systematische Misshandlung und Ausbeutung der minderjährigen "Insassen" in den meisten der "JUGENDWOHLFAHRTseinrichtungen" betrieben über drei bis vier Jahrzehnte hinweg im "Wirtschaftswunderland Westdeutschland" waren weitgehend genau die gleichen, die von Paul Schäfer ( Ex-SS und ehemaliger Bethel-Erzieher ) – “im Dienste des Herrn" ( so behauptete er ) – jahrzehntelang in der Colonia Dignidad in Chile praktiziert wurden und Gang und Gebe waren. Und Paul Schäfer ( jetzt in seinen hohen achziger Jahren ) sitzt heute im Gefängnis dafür.
Absolut müssen alle durch diese westdeutsche, NACHKRIEGSDEUTSCHE "Heimerziehungsquälerei" und "Arbeitsausbeuterei" Geschädigten entschädigt werden !!! - entschädigt werden von den, Misshandlern und Nutznießern und allen die davon profitiert haben UND VON IHREN RECHTSNACHFOLGERN. Menschenrechtsverbrechen verjähren nicht !
Ich persönlich – ein misshandeltes und ausgebeutet "Ehemaliges Heimkind" im Bethel-eigenen FREISTATT ( Niedersachsen ) in den 1960er Jahren – stelle diese Forderungen unabläßlich nun schon seit Mitte 2003, wie aus dem gesamten Inhalt der umfangreichen nichtkommerziellen auf meine eigenen Kosten betriebene Webseite HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org hervorgeht.
Ganz besonders auch möchte ich darauf hinweisen was der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Manfred Kappeler dazu zu sagen hat: Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler vom 05.03.2008 an der Universität Koblenz«
Geändert von Martin Mitchell (04.11.2008 um 08:36 Uhr).
Grund: Korrektion von Schreibfehlern
|

04.11.2008, 08:34
|
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Thema bewerten |
Linear-Darstellung
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:29 Uhr.
www.culturforen.de - Diskussions- & Informationsplattform zu Gesellschaft, Kultur, Politik u.a.
Powered by: vBulletin Version 3.0.8 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.
|